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Bayerwald Handmade Schneidbrett Manufaktur

Handgemachte Schneidbretter aus Niederbayern. Individuell nach Deinen Wünschen.

Jedes Schneidbrett ein Unikat.

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Individuelle Preiskalkulation statt Reseller – warum jedes Schneidbrett anders kalkuliert wird

Schneidebrett Esche

Wer sich mit hochwertigen, handgefertigten Schneidbrettern beschäftigt, stellt früher oder später eine berechtigte Frage:

Warum gibt es eigentlich keine einfache Preisliste?

Schließlich scheint ein Schneidbrett auf den ersten Blick ein vergleichsweise überschaubares Produkt zu sein. Doch genau dieser Eindruck täuscht. Während ein Händler oder Reseller häufig mit festen Preisen arbeiten kann, sieht die Situation in einer handwerklich arbeitenden Manufaktur völlig anders aus.

Der Grund dafür ist einfach: Keine zwei Anfragen gleichen sich.

Jedes Projekt bringt eigene Anforderungen, Wünsche und Rahmenbedingungen mit sich. Genau deshalb wird bei Bayerwald Handmade jedes Schneidbrett individuell kalkuliert.

Ein Schneidbrett ist kein Serienprodukt

Wer ein industriell gefertigtes Schneidbrett kauft, erhält ein Produkt aus einer fest definierten Serie. Material, Maße, Ausstattung und Herstellungsprozess stehen bereits fest. Entsprechend einfach lässt sich ein Verkaufspreis kalkulieren.

In einer Manufaktur sieht die Situation anders aus.

Viele Kunden suchen bewusst nicht irgendein Brett, sondern möchten genau das Modell finden, das zu ihrer Küche, ihren Kochgewohnheiten und ihren persönlichen Vorlieben passt. Oft beginnt die Planung daher bereits bei grundlegenden Fragen:

  • Welche Holzart soll verwendet werden?
  • Soll es ein Stirnholz- oder Längsholzbrett werden?
  • Welche Maße sind sinnvoll?
  • Sind Griffmulden oder andere Zusatzfunktionen gewünscht?
  • Soll das Brett eher funktional oder besonders repräsentativ wirken?

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigt, merkt schnell, dass es nicht das eine perfekte Standardmodell gibt. Genau deshalb habe ich bereits einen eigenen Beitrag zum Thema das richtige Schneidebrett veröffentlicht.

Auch ein Blick auf meine verschiedenen Schneidebretter zeigt schnell, wie unterschiedlich die Anforderungen ausfallen können.

Materialkosten sind nur ein Teil der Kalkulation

Eine der größten Variablen bei der Preisgestaltung ist die Holzart.

Während beispielsweise Esche ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, liegen hochwertige Nussbaum-, Kirsch- oder Sonderhölzer deutlich höher. Hinzu kommt, dass viele Kunden bewusst mit mehreren Holzarten arbeiten möchten, um bestimmte Kontraste oder Muster zu erzielen.

Dabei spielt nicht nur die Holzart selbst eine Rolle, sondern auch deren Anteil am fertigen Produkt.

Ein Brett mit 90 Prozent Esche und einigen dekorativen Akzenten aus Nussbaum kalkuliert sich anders als ein Brett, das überwiegend aus Nussbaum besteht.

Wer sich näher mit den verschiedenen Holzarten beschäftigen möchte, findet hierzu weitere Informationen im Beitrag Schneidebrett-Holz kaufen.

Maße beeinflussen weit mehr als den Materialverbrauch

Viele Menschen gehen davon aus, dass sich größere Maße ausschließlich auf den Holzverbrauch auswirken.

In der Praxis ist der Zusammenhang deutlich komplexer.

Ein gutes Beispiel ist ein einfaches Stirnholz-Schneidbrett aus Esche in der Größe 40 × 30 × 4 cm. Solche Bretter lassen sich vergleichsweise effizient fertigen und gehören zu den preislich attraktivsten Einstiegsmodellen.

Wird das Brett jedoch nur wenige Zentimeter größer, kann dies bereits Auswirkungen auf verschiedene Fertigungsschritte haben.

Ab bestimmten Abmessungen müssen Werkstücke beispielsweise extern kalibriert werden. Transportwege, Maschinenkapazitäten und zusätzliche Bearbeitungsschritte verursachen dabei Kosten, die für den Kunden auf den ersten Blick kaum sichtbar sind.

Die reine Materialmenge ist deshalb häufig nur ein Teil der Rechnung.

Der wichtigste Kostenfaktor ist die Arbeitszeit

Der mit Abstand größte Unterschied zwischen einem handgefertigten Schneidbrett und industrieller Massenware liegt im Arbeitsaufwand.

Ein Stirnholz-Schneidbrett entsteht nicht in einem einzigen Fertigungsschritt, sondern durchläuft zahlreiche Arbeitsphasen.

Typischerweise gehören dazu:

  1. Auswahl und Sortierung des Holzes
  2. Abrichten und Aushobeln
  3. Zuschnitt der einzelnen Leisten
  4. Erste Verleimung
  5. Auftrennen der verleimten Elemente
  6. Zweite Verleimung zum Stirnholzblock
  7. Kalibrieren und Planen
  8. Schleifen in mehreren Durchgängen
  9. Oberflächenbehandlung mit Öl
  10. Qualitätskontrolle und Endbearbeitung

Selbst ein vergleichsweise einfaches Stirnholz-Schneidbrett verursacht auf diese Weise realistisch etwa 3,5 bis 4 Stunden Arbeitszeit.

Dabei sprechen wir ausdrücklich noch nicht von Sonderwünschen oder aufwendigen Designs.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Stirnholz-Schneidebrett aus Esche, das trotz seiner vergleichsweise schlichten Ausführung bereits zahlreiche Arbeitsschritte durchläuft.

Zusatzfeatures wirken oft einfacher als sie tatsächlich sind

Besonders häufig wird der Aufwand zusätzlicher Funktionen unterschätzt.

Griffmulden, Saftrillen, Aussparungen oder individuelle Konturen wirken für den Betrachter oft wie kleine Details. Aus handwerklicher Sicht verändern sie jedoch den gesamten Fertigungsprozess.

Jede zusätzliche Struktur muss:

  • geplant werden,
  • gefräst werden,
  • kontrolliert werden,
  • geschliffen werden,
  • nachgeschliffen werden,
  • und abschließend sauber geölt werden.

Vor allem der Schleifaufwand steigt erheblich an.

Ein einfacher Quader lässt sich deutlich schneller bearbeiten als ein Werkstück mit zahlreichen Vertiefungen, Kanten, Rundungen und Übergängen. Genau deshalb führen zusätzliche Ausstattungsmerkmale oft zu höheren Preisen, obwohl sie optisch vergleichsweise unscheinbar wirken.

Auch die Beratung gehört zum Projekt

Ein weiterer Punkt wird häufig übersehen: die Beratungsleistung.

Viele Kunden investieren viel Zeit in die Planung ihres Wunschbrettes. Gemeinsam werden Holzarten verglichen, Maße diskutiert, Einsatzbereiche analysiert und verschiedene Designideen bewertet.

Diese Beratung ist bei mir selbstverständlich kostenlos.

Trotzdem entsteht dabei Arbeitszeit, die letztlich Teil eines wirtschaftlich arbeitenden Handwerksbetriebes ist.

Wer ein individuelles Schneidbrett beauftragt, erhält daher nicht nur ein fertiges Produkt, sondern profitiert auch von Erfahrung, Fachwissen und persönlicher Begleitung während des gesamten Projekts.

Warum der Vergleich mit Fernost-Massenware kaum sinnvoll ist

Nicht selten werden handgefertigte Schneidbretter mit günstigen Angeboten großer Onlinehändler verglichen.

Dieser Vergleich greift jedoch meist zu kurz.

Industrielle Hersteller arbeiten mit:

  • standardisierten Größen,
  • standardisierten Designs,
  • automatisierten Fertigungsprozessen,
  • großen Stückzahlen
  • und minimaler Individualisierung.

Eine Manufaktur arbeitet dagegen nahezu gegenteilig.

Jedes Projekt wird einzeln geplant, gefertigt und kontrolliert. Individuelle Wünsche sind nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall.

Deshalb vergleichen wir hier letztlich zwei völlig unterschiedliche Produkte: Serienfertigung auf der einen Seite und echte Einzelanfertigung auf der anderen.

Wer sich näher mit den Preisunterschieden beschäftigen möchte, findet weitere Hintergründe im Beitrag Schneidbrett aus Holz – Preis, Wert und Handwerkskunst.

Fazit

Die individuelle Preiskalkulation eines handgefertigten Schneidbretts ist keine Marketingmaßnahme und auch kein Versuch, Preise möglichst undurchsichtig zu gestalten.

Sie ist vielmehr die logische Folge echter Handarbeit.

Unterschiedliche Holzarten, individuelle Maße, persönliche Wünsche und zahlreiche mögliche Zusatzfunktionen sorgen dafür, dass jedes Projekt eigene Anforderungen mitbringt.

Wer ein individuelles Schneidbrett in Auftrag gibt, kauft deshalb nicht einfach ein Produkt von der Stange. Er beauftragt einen handwerklichen Fertigungsprozess, der exakt auf seine Vorstellungen zugeschnitten wird.

Und genau deshalb wird jedes Schneidbrett individuell kalkuliert.

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